Unser Sommer 2015 in den USA

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Seit einem Monat sind wir jetzt in Colorado Springs.


Jetlag überwinden und Einleben

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Vier Tage dauerte es bis wir im neuen Zeit-Rhythmus angekommen waren – wir laufen hier 8 Stunden hinter der „Hannover-Zeit“ hinterher.Die ersten fünf Tage durften wir bei Kelley McCutchen wohnen – Kelley kennen wir noch aus Deutschland, sie arbeitete  21 Jahre in Deutschland für die Navigatoren, bevor sie dann 2011 zurück in die USA ging und nun seit 2012 im People Recource Team (PRT) der US-Navigatoren arbeitet.Das war der perfekte Start, wir brauchten uns erstmal um nichts zu kümmern, sondern konnten einfach alles Neue genießen.

Am Sonntag, 31. Mai, fand dann unser Umzug auf das Gelände des „Glen Eyrie Conference Centers“ statt. Also wieder Kofferpacken, alles ins Auto und los gings. Ein großer Segen ist, dass wir für die Zeit in Colorado Springs (bis Anfang September) ein großes Auto zur Verfügung gestellt bekommen haben.

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Unser neues Zuhause: "Das Chalet"

Und so sieht Glen Eyrie aus:

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Wir haben uns schnell an unser neues Zuhause gewöhnt, alles so eingerichtet wie wir es brauchen und fühlen uns in dieser wunderschönen Umgebung richtig wohl. Auch die Höhe auf der wir hier Leben (Colorado Springs liegt ungefähr 2000m über dem Meeresspiegel) hat uns bisher keine Schwierigkeiten bereitet.

Das Globel Student Program beginnt

Am 4. Juni ging es dann für uns mit dem Globel Student Program los. Wir hatten drei Tage als Leitungsteam mit Lisa und Shannon, Susan und Don, Jecka, Reachel und Doug Zeit, um uns kennenzulernen, Aufgaben und Ziele  für den Sommer nochmal zu definieren und uns auf die zwei Monate mit den Studenten einzustimmen.

Am 6. Juni kamen dann unsere 7 Teamleader Levina (aus Malaysia), Prisca (Kenia), Robert (Tansania), Kasper (Norwegen), Chiti (Sambia), David (Burkina Faso), Kari (Kanada) dazu und wir erlebten eine Woche Teamleader-Training zusammen. In dieser Woche wurden die Teamleader auf ihre Aufgabe, die Studenten während des Trainingprogramms zu begleiten, vorbereitet und geschult.

Zwischen dem 12. und 14. Juni trafen dann alle Teilnehmer des GSP ein. Eine Internationale Gruppe von 31 Studenten aus insgesamt 17 verschiedenen Ländern. Die erste Woche des GSP war davon geprägt sich untereinander etwas kennenzulernen, eine Vorstellung zu bekommen, wie sich die nächsten zwei Monate gestallten, als Gruppe zusammenzuwachsen  und sich auf dem Gelände des Glen Eyrie Confernce Centers zurechtzufinden.

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Seit letzer Woche und in den nächsten sieben Wochen hat jeder der beim GSP dabei ist die Möglichkeit seine Beziehung zu Gott zu vertiefen und in seinem Glauben zu wachsen, durch …

… Zeit mit Gott alleine

… Bibelarbeit in Kleingruppen, die von den Teamleitern geleitet werden

… Zweierschaften

… Vorträge von verschiedenen Navigatoren-Hauptamtlichen

… Anbetungszeiten

… Arbeitseinsatz im „Glen Eyrie Conference Center“ (jeder Student arbeitet 20 Stunden in der Woche in einem der Service-Bereiche)

… gemeinsame Erlebnisse und Ausflüge

Navigatoren

Glen Eyrie steht nicht nur für ein Conference Center an einem wunderschönen Ort, Glen Eyrie steht auch für ca. 60 Jahre Navigatoren Geschichte und die Vision die Dawson Trotman (Gründer der Navigatoren) hatte, dass es einen Ort geben sollte, an dem Arbeiter für Gottes Reich geschult und ausgebildet werden, die dann als Navigatoren das Evangelium in der ganzen Welt verbreiten und Menschen zu Jüngern von Jesus Christus machen. Als Dawson Trotman 1962 das Gelände von Glen Eyrie mit dem wunderschönen Schloss kaufte, teilten gerade mal eine handvoll hauptamtlich arbeitende Navigatoren seine Vison. Heute gibt es ca. 5000 hauptamtlich arbeitende Navigatoren weltweit und viele viele Menschen, insbesondere Studenten, die durch die Arbeit der Navigatoren zum Glauben gekommen und im Glauben gewachsen sind. (s.h. Navigatoren-Seite auf diesem Blog)

Gruppenfoto

In diesen Wochen während des GSP bekommen wir einen Eindruck davon, wie Gott diese Arbeit gesegnet hat und erfahren aus erster Hand was Gott durch die Navigatoren-Arbeit bei den einzelnen Studenten und in den verschiedenen Ländern getan hat und zur Zeit tut. Das ist überwältigend. Wir sind sehr dankbar und empfinden es immer noch als großes Privileg in diesem Jahr ein Teil dieses internationalen Trainingsprogramms sein zu dürfen und erleben, wie Gott unseren Blick weitet für sein weltweites Handeln.

Als Familie mittendrinn

Wenn wir versuchen würden alle unsere Eindrücke und Erlebnisse der letzten Wochen aufzuschreiben, würde das unsere Zeit und unseren Blog sprengen, deshalb hier nur ein paar Blitzlichter:

  • Blitzlichter haben wir hier in den letzen Wochen eine ganze Menge gesehen. Das Wetter war am Anfang eher kühl und regnerisch – was eher ungewöhnlich ist für diese Jahreszeit – uns hat es geholfen, denn es war keine Umstellung vom deutschen Wetter hierher. Aufgrund der hohren Berge im Westen von Colorado kann sich das Wetter hier sehr schnell ändern, Wolken ziehen plötzlich auf und türmen sich zu Bergen, heftige Gewitter und starker Regen und Hagel können die Folge sein. Seit zwei Wochen erleben wir aber nun die richtig warmen Temperaturen 30 – 35°C und der Regen ist deutlich weniger geworden.
  • Unser Englisch „fließt“ und wird immer flüssiger, aber wir merken auch, dass wir doch oft auch an unsere Grenzen stoßen und uns wünschen würden, dass wir uns noch eleganter ausdrücken könnten – wir arbeiten dran.
  • Den Jungs geht es richtig gut. Sie hatten zwar schon einige kleinere Unfälle und Arme, Beine und besonders die Knie sind gezeichnet von Schürfwunden, aber es gab keine ernsthaften Verletzungen und ebenso sind wir alle bisher gesund geblieben.

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  • Finn und Tom beginnen auch langsam ein bisschen Eglisch zu sprechen und werden gegenüber den Studenten oder auch anderen Kindern immer offener. Heute haben Finn und Tom auf dem Spielplatz mit einem Mädchen gespielt, die nur Englisch sprach und verstand. Finn und Tom versuchten erst nur Deutsch mit ihr zu sprechen, fingen aber dann nach einiger Zeit an ihr gesamtes Englischkönnen einzusetzen und schnappten sogar einige neue englische Worte von ihr auf. Sie genießen es, wenn wir als große GSP-Gruppe zusammen essen oder etwas unternehmen und spielen sich von einem Studenten zum nächsten.

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  • Tom ist am 24. Juni zwei Jahre alt geworden und kommt uns irgendwie schon richtig groß vor, er eifert in allem seinem großen Bruder nach und versucht alles mit „kanneleine“ und „selbst“ alleine zu schaffen.

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  • Vor einer Woche mußten wir unser neues Zuhause das „Chalet“ verlassen, da sich ein großer Schwarm Bienen auf der Rückseite des Hauses in die Hauswand eingenistet hatte. Die Bienen schafften es dann am Montag durch die Wand ins Innere unserer Wohnung zu gelangen. Wir sahen uns auf einmal mit dutzenden von Bienen in unserer Küche und im Schlafzimmer konfrontiert. Daraufhin mussten wir Hals über Kopf das Haus verlassen und in ein neues Quatier umziehen (ein Hotelzimmer vom Konferenzzentrum 😉 ) Nachdem wir nun dreimal umziehen mussten, weil die Zimmer wieder andersweitig gebucht waren und wir die letzten drei Nächte nun sogar wieder bei Kelley (s.o.) gewohnt haben, außerhalb von Glen Eyrie, dürfen wir morgen endlich wieder zurück. Der „Bienen Hero“ hat die Wand geöffnet und das restliche Bienenvolk eingefangen und evakuiert. Jetzt hoffen wir auf etwas ruhigere Wochen, zumindest was die Wohnsituation betrifft.

Ausblick

Wir freuen uns auf eine nächste spannende GSP-Woche mit Teamleiterschulung am Montag, Donnerstag und Freitag, beten für tiefgehende Begegnungen mit den Studenten und Mitarbeitern, wünschen uns, dass Gott uns durch alle Erlebnisse die wir haben formt und verändert und blicken mit Spannung auf ein Highlight der Woche: nachdem wir am Dienstag als ganze GSP-Gruppe den höchsten Berg der Region – Pikes Peak – per Zahnradbahn erklummen haben, steigt dann am Abend die „Europe Night“. Da dürfen alle europäischen GSPler (Kasper und Tereza aus Norwegen und der Tschechischen Republik, Romans aus Lettland und Matthias, Christian, Katrin, Finn und Tom aus Deutschland) den anderen GSPlern Europa bzw. ihre Heimatländer kulinarisch und mit einigen Programmbeiträgen näherbringen.

Davon aber dann nächste Woche mehr. Fortsetzung folgt …


Eine Antwort auf „“

  1. Hallo Ihr Lieben,
    schön zu lesen, dass es Euch so gut geht.
    Wenn ich die Fotos vom Glen sehe werde ich ganz wehmütig und ich hoffe ich könnte auch mal wieder dort sein.
    Liebe Grüsse
    Hubert und Gisela

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